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Heft 02  //  Kapitel 05.04

Praktische Umsetzung

Mentoring im Rahmen des Projektes COMMPASS

COMMPASS hat zum Ziel, nachhaltige Strategien und Ansätze zu entwickeln, die benachteiligte Jugendliche mit und ohne Migrationsgeschichte beim Übergang von der Schule in die Arbeitswelt unterstützen, fördern und dazu beitragen soll, personale und strukturelle Diskriminierungen abzubauen.

Das Angebot richtet sich primär an Schüler_innen der Werkschulen im Lande Bremen. Der dreijährige Bildungsgang richtet sich insbesondere an Schüler_innen, die Gefahr laufen, die Schule ohne den Erwerb eines Schulabschlusses zu verlassen. Ziel der Schulform ist es, die Schüler_innen dort abzuholen, wo sie sich gerade befinden. Diesem Gedanken folgend werden die Unterstützungsangebote für die jungen Menschen bedarfsorientiert ausgerichtet. Neben dem Mentoring werden gezielte Trainings im Fachunterricht eingebunden. Diese bereiten u.a. die jungen Menschen auf das bevorstehende Mentoring vor und vermitteln zudem soziale, kommunikative und interkulturelle Kompetenzen. Sie werden durch diese Maßnahmen zusätzlich gestärkt die Ausbildungsreife zu erlangen. Der Lernort Schule verlagert sich hierdurch nach Außen und schafft eine Brücke zwischen dem Projekt und den Schüler_innen. Zu einer funktionierenden Kooperation mit den Schulstandorten gehört die Einbindung aller Beteiligten. Eine solche Einbindung erfolgt mit einer einhergehenden Anbindung an das Projekt über durchgeführte Fortbildungsmaßnahmen des Lehrpersonals. Durch eine aktive Mitgestaltung der Akteure ist eine zielgerichtete Arbeit erfolgsversprechend. Mit Hilfe der Angebote wird ein Raum der gegenseitigen Wertschätzung und Anerkennung geschaffen und trägt zu einer Antidiskriminierungskultur bei. Damit dieser Ansatz auch außerhalb des Lernortes Schule weitergeführt werden kann, werden die Jugendlichen durch Mentor_innen begleitet, die mit Hilfe der gewerkschaftlichen Partner angeworben oder durch öffentlichkeitswirksame Pressearbeit erreicht werden. Mittels eines Matching-Verfahrens gehen Mentor_in und Mentee eine Patenschaft (1:1) ein. Diese beruht auf Freiwilligkeit und kann sowohl beendet, als auch unterbrochen werden. Während dieser Zeit werden die Mentor_innen für ihre Aufgabe sensibilisiert und fortgebildet. Gleichermaßen stehen sie im Kontakt zu den Projektmitarbeiter_innen und ggf. zu den Eltern und dem Lehrpersonal (Feedback). Durch eine gezielte Fortbildung der Mentor_innen wird der Ansatz einer Antidiskriminierungskultur weitergeführt und trägt dazu bei, dass die Bereiche Arbeit und Schule enger mit einander verzahnt werden.