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Heft 02  //  Kapitel 05.03

Aufgabe der Mentor_innen

Mehr als eine Patenschaft

Hauptaufgabe ist es, die Schüler_innen und Auszubildenden auf eine Ausbildungsplatzsuche bzw. auf das „Arbeitsleben“ vorzubereiten. Diese Vorbereitung beginnt mit einem Vertrauensaufbau, der der wichtigste Schritt für eine gute Zusammenarbeit ist. Erst wenn das Vertrauen aufgebaut ist, kann aus den Einzelpersonen ein Tandem werden, das sich gegenseitig unterstützt, respektiert und toleriert. Anfängliche Vorurteile werden in dieser Phase abgebaut und die Bereitschaft sich auf die Patenschaft/das Mentoring einzulassen ermöglicht.

Als Mentor_in ist man nicht nur Ansprechpartner_in in Fragen von Ausbildung und Arbeitsmarktsituationen. Die Schüler_innen befinden sich aus verschieden Gründen in dem Bildungssystem der Werkschulen. Die persönlichen Erfahrungen in anderen Systemen und zwischenmenschlichen Zusammenhängen werden durch Gespräche und zuhören aufgearbeitet und verarbeitet. Die Schüler_innen und Auszubildenden lernen durch die Patenschaften sich selbst kennen, können ihre Schwierigkeiten analysieren und sind durch Gruppengespräche für die Belange anderer sensibilisiert. Auch das Erkennen von Hürden und Problemen Anderer hilft dabei, die eigenen Erfahrungen zu reflektieren und zu verarbeiten. Durch gemeinsame Lösungsansätze werden die Teamfähigkeit, Rhetorik, interkulturelle Kompetenz und Toleranz gestärkt.

Die Zielgruppen des Projektes sind in der Regel junge Menschen, die nicht im Bildungssystem Schritthalten konnten bzw. aus anderen Gründen einen besonderen Betreuungsbedarf benötigen. Um diesem Bedarf gerecht zu werden, ist das Tätigkeitsfeld der Mentor_innen breit angelegt. Bei derartigen Patenschaften gibt es eine grundsätzliche Anforderung; Vertrauensbildung sowie Gespräche zur Selbstreflexion und Unterstützung.